Arbeitszeugnisse

Standardformulierungen & ihre wahren Bedeutungen


Verhalten des Mitarbeiters

FormulierungBedeutung
Er wird seine Leistungsfähigkeit noch steigern könnennegativ
Er hat alle Aufgaben ordnungsgemäß erledigtnegativ (Bürokrat)
Durch seine Arbeitsleistung konnte das Produktionsniveau gehalten werdennegativ
Wegen seiner Pünktlichkeit war er stets ein gutes Vorbildmangelhaft
Wegen seiner Ordentlichkeit war er stets ein gutes Vorbildmangelhaft
Ihre Leistungen waren immer sehr gutsehr gut
Sie hat die Arbeiten mit Fleiß und Sorgfalt erfülltnegativ
Er erledigte die ihm übertragenen Aufgaben mit Fleiß und war stets bestrebt, sie termingerecht zu erledigenmangelhaft
Er war sehr tüchtig und wusste sich gut zu verkaufennegativ (überheblich)
Er zeigte Verständnis für seine Arbeitmangelhaft
Sie machte Vorschläge zur Bewältigung der Arbeitnegativ
Wir waren mit ihren Leistungen in jeder Hinsicht außerordentlich zufriedensehr gut
Sie hat zufriedenstellend gearbeitetausreichend
Sie ist eine zuverlässige Mitarbeiterinnegativ
Sie zeigte aktive und kooperative Mitarbeitgut
Sie war immer freundlich und aufgeschlossengut
Seine Führung gab mehrfach zu Beanstandungen Anlassmangelhaft
Seine Führung war jederzeit einwandfreigut
... im allgemeinen ...negativ
Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben war sie immer genügend aufmerksamnegativ
Er war bemühtmangelhaft
Sie hat sich stets bemühtmangelhaft
Er bemühte sich, den Anforderungen gerecht zu werdenmangelhaft
Sie hat sich bemüht, den Anforderungen gerecht zu werdenungenügend
Er tat sein Bestes, um einen reibungslosen Arbeitsablauf zu gewährleistennegativ
Sie war stets bestrebtmangelhaft
Sie erfüllte ihre Aufgabe mit großem Eifernegativ
Er hat sich mit großem Eifer an die Aufgabe herangemacht und war dabei erfolgreichmangelhaft
Sie erledigte alle Aufgaben mit Fleiß und Interessemangelhaft
Sie hat unseren Erwartungen und Anforderungen in jeder Hinsicht und in allerbester Weise entsprochensehr gut
Sie hat unseren Erwartungen und Anforderungen in jeder Hinsicht und in bester Weise entsprochengut
Sie hat unseren Erwartungen und Anforderungen in jeder Hinsicht entsprochenbefriedigend
Sie hat unseren Erwartungen und Anforderungen entsprochenmangelhaft
Sie hat die Arbeiten mit Fleiß und Sorgfalt erfülltnegativ
Er erledigte die ihm übertragenen Aufgaben mit Fleiß und war stets bestrebt, sie termingerecht zu erledigenmangelhaft
Sie hatte Gelegenheit, die ihr übertragenen Arbeiten zu erledigenmangelhaft
Sie ist eine gewissenhafte Mitarbeiterinnegativ
Ihre Leistungen waren gutgut
Sie war mit Interesse bei der Sacheausreichend
Es fiel ihm schwer, sich in die betriebliche Gemeinschaft einzufügenmangelhaft
Sie war immer freundlich und aufgeschlossengut
Seine Führung war jederzeit einwandfreigut
Seine Führung gab selten zu Beanstandungen Anlassnoch ausreichend
Sie war eine geschätzte Mitarbeiteringut
Sie war eine geschätzte, faire Verhandlungspartnerin und geachtete Vorgesetztegut
Sie zeigte aktive und kooperative Mitarbeitgut
Sie zeigte sich sehr lernwillignegativ
Es mangelte an adäquatem Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kundenmangelhaft
Sie zeigte aktive und kooperative Mitarbeitgut
Sie war Neuem gegenüber aufgeschlossennegativ
Im Kollegenkreis galt er als toleranter Mitarbeiternegativ (schwierig)
Wir lernten ihn als umgänglichen Kollegen kennennegativ (unbeliebt)
Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war immer einwandfreigut
Sein Verhalten war immer vorbildlichgut
Sein Verhalten war einwandfreibefriedigend
Sein Verhalten gab zu Beanstandungen keinen Anlassausreichend
Sein Verhalten war im wesentlichen einwandfreimangelhaft
Es mangelte an adäquatem Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kundenmangelhaft
Mit seinen Vorgesetzten ist er gut zurechtgekommennegativ (Mitläufer)
Ihr Verhalten war immer vorbildlichgut

Kommentar

Die obigen "Übersetzungen" sind vielleicht etwas irritierend: Was soll denn so schlecht daran sein, wenn man sich bemüht, wenn man pünktlich und fleißig ist, sich für andere einsetzt und das Betriebsklima fördert?

Dazu muss man wissen, das jeder Arbeitnehmer nach seinem Ausscheiden aus einem Betrieb das Recht auf eine positiv formulierte Arbeitsbeurteilung hat. Um zukünftigen Arbeitgebern aber dennoch mitteilen zu können, wie sie mit dem Arbeitnehmer zufrieden waren, haben die Arbeitgeber eine "Geheimsprache" entwickelt, mit der sie trotz stets wohlklingender Formulierungen ausdrücken, was sie wirklich über den ehemaligen Mitarbeiter denken.

Diese Geheimsprache ist nicht immer ganz einfach zu entschlüsseln: Manchmal ist ein überschwängliches Lob durchaus ernst gemeint, manchmal bedeutet es aber auch das glatte Gegenteil dessen, was auf dem Papier steht. Vielfach gibt es subtile Abstufungen in den Urteilen und nur der stärkste Superlativ bedeutet wirklich ein gutes Zeugnis. Vorsicht ist in jedem Fall angesagt, wenn selbstverständliche Eigenschaften gelobt werden: Wird z.B. Pünktlichkeit dennoch hervorgehoben, dann gab es wohl nichts Anderes zu loben. Oft sind die gewählten Formeln ironisch oder einfach ätzend: Wird etwa herausgestellt, der Mitarbeiter habe sich "stets bemüht", so soll sich der Leser doch bitte hinzudenken, dass dieses Bemühen ebenso regelmäßig erfolglos geblieben ist. Mit anderen Worten: Der Arbeitnehmer war völlig unfähig!

Problematisch sind oft auch Aussagen, die sich nicht direkt auf die geleistete Arbeit beziehen: Setzte sich der Arbeitnehmer "auch außerhalb des Unternehmens für die Interessen seiner Kollegen ein", so ist er wahrscheinlich Gewerkschaftsaktivist (was bei Arbeitgebern meistens nicht gut ankommt). War er "gesellig", so hat er wohl reichlich dem Alkohol zugesprochen, und "Einfühlungsvermögen für die Belange der Belegschaft" weist auf zahlreiche Sexualkontakte hin. Positiv gemeint sind dagegen fast immer Hinweise auf Fort- und Weiterbildungen.


Zufriedenheit des Arbeitgebers mit den Arbeitsleistungen

FormulierungBedeutung
Seine Leistungen haben in jeder Hinsicht unsere vollste Anerkennung gefundensehr gut
Sie hat sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten bemühtmangelhaft
Er hat sich nach Kräften bemühtmangelhaft
Er hat unseren Erwartungen in jeder Hinsicht und in allerbester Weise entsprochensehr gut
Er hat unseren Erwartungen in jeder Hinsicht und in bester Weise entsprochengut
Er hat unseren Erwartungen in jeder Hinsicht entsprochenbefriedigend
Er hat unseren Erwartungen entsprochenmangelhaft
Die gezeigten Leistungen bewegten sich durchaus im Rahmen seiner Fähigkeitennegativ
Sie hat sich im Rahmen ihrer Fähigkeiten eingesetztnegativ
Er hat alle Aufgaben ordnungsgemäß erledigtnegativ (Bürokrat)
Er zeigte für seine Arbeit Verständnisnegativ
Wir waren mit der Leistung in jeder Hinsicht außerordentlich zufriedensehr gut
Wir waren mit der Leistung in jeder Hinsicht jederzeit zufriedenbefriedigend
Wir waren mit der Leistung in jeder Hinsicht zufriedenausreichend
Sie hat die ihr übertragenen Arbeiten stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigtsehr gut
Sie hat die ihr übertragenen Arbeiten stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigtgut
Sie hat die ihr übertragenen Arbeiten zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigtgut
Sie hat die ihr übertragenen Arbeiten zu unserer vollen Zufriedenheit erledigtbefriedigend
Sie hat die ihr übertragenen Arbeiten zu unserer Zufriedenheit erledigtausreichend
Sie hat die ihr übertragenen Arbeiten im großen und ganzen zu unserer Zufriedenheit erledigtmangelhaft
Er hat sich bemüht, die Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu erledigenungenügend

Kommentar

Wie man sieht, gibt es feine Abstufungen bei der Beurteilung der geleisteten Arbeit. Schon die Verwendung der Formulierung "volle Zufriedenheit" stellt eine klare Verschlechterung gegenüber der "vollsten Zufriedenheit" dar. Wird die Zufriedenheit des Arbeitgebers dagegen nicht ganz ausdrücklich betont, waren die Leistungen eben schlecht.

Beurteilung der Führungsqualitäten

FormulierungBedeutung
Er war als Vorgesetzter anerkanntpositiv
Er war als Vorgesetzter beliebtpositiv
Er verstand es, sich durchzusetzenpositiv
In schwierigen Situationen verstand er es, sich durchzusetzenpositiv
Er delegierte Aufgaben und Verantwortungpositiv
Sie förderte die Weiterbildung der Mitarbeiterpositiv
Er informierte seine Mitarbeiter regelmäßig und vollständigpositiv
Gegenüber ihren Mitarbeitern verhielt sie sich immer offen und kollegialpositiv
Er motivierte die Mitarbeiter zu optimalem Arbeitseinsatzpositiv
Sie verstand es, die Mitarbeiter zu überzeugenpositiv
Sie förderte die Weiterbildung der Mitarbeiterpositiv
Sie war den Mitarbeitern eine verständnisvolle Vorgesetztenegativ

Kommentar

Wir haben für die Beurteilungen der Führungsqualitäten fast nur positive Formulierungen gefunden. Offenbar ist das Niveau der Mitarbeiter in führenden Positionen im deutschsprachigen Raum recht beachtlich.

Weiterbildung und innerbetriebliches Verhalten

FormulierungBedeutung
Er hat an ... Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommenpositiv
Er zeigte eine hohe Bereitschaft für alle Weiterbildungsmaßnahmenpositiv
Sie hat sich intensiv weitergebildet. Daher verfügt sie nicht nur über umfassende Kenntnisse auf dem Gebiet der Datenverarbeitung, sondern ist auch immer auf dem neuesten technischen Standpositiv
Er nahm regelmäßig an innerbetrieblichen Fach-Seminaren teil. Dies zeigte sich auch positiv in den Arbeitsergebnissenpositiv
Weiterbildungsmaßnahmen wußte er stets für sich zu nutzennegativ
Wir lernten sie als umgängliche Mitarbeiterin kennennegativ
Er bewies ein umfassendes Einfühlungsvermögennegativ
Im Kollegenkreis galt sie als tolerante Mitarbeiterinnegativ
Für die Belange der Belegschaft bewies er stets Einfühlungsvermögennegativ (Sex)
Durch seine Geselligkeit trug er zur Verbesserung des Betriebsklimas beinegativ (Alkohol)

Kommentar

Weiterbildung wird grundsätzlich gerne gesehen; alle Hinweise in diesem Bereich sind positiv, sofern es keine einschränkenden Ergänzungen gibt, die z.B. andeuten, dass der Mitarbeiter während der Weiterbildung mit anderen Dingen beschäftigt war.

Auch wenn viele Arbeitgeber durchaus wissen,dass ein gutes Betriebsklima für die Entwicklung des Unternehmens enorm wichtig ist, sind Anmerkungen zum innerbetrieblichen Verhalten meistens negativ gemeint und werden in der Regel nur gemacht, wenn der Mitarbeiter negativ vom Standard abweicht, z.B. durch Alkoholismus, zahlreiche sexuelle Kontakte oder gar sexuelle Belästigungen.

Problematisch sind Worte wie "tolerant" oder "umgänglich": Oft wird damit zum Ausdruck gebracht, dass der Mitarbeiter überhaupt nicht tolerant und umgänglich war, sondern ein engstirniger Besserwisser, mit dem keine kooperative Zusammenarbeit möglich war. Gelegentlich soll damit aber auch Passivität und mangelndes Durchsetzungsvermögen bemängelt werden.

Gründe für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses

FormulierungBedeutung
Sie verlässt uns auf eigenen Wunsch. Wir respektieren ihre Entscheidung und danken ihr für die langjährige gute Zusammenarbeitpositiv
Sie kündigte zum 30. November 1990. Wir bedauern ihr Ausscheiden sehrpositiv
Sie beendet das Arbeitsverhältnis aus familiären Gründenneutral
Sie verlässt uns auf eigenen Wunschneutral
Wir haben uns in gegenseitigem Einvernehmen getrennt.
Das Arbeitsverhältnis endet zum [Krummer Austrittstermin]negativ
Wir haben uns in gegenseitigem Einvernehmen getrennt.negativ
Das Arbeitsverhältnis endete am … durch einvernehmliche Trennung. sehr negativ

Kommentar

Verläßt der Arbeitnehmer das Unternehmen auf eigenen Wunsch, sollte das unbedingt im Arbeitszeugnis vermerkt sein, evtl. unter Angabe des Grundes für das Ausscheiden. Fehlt ein entsprechender Hinweis oder ist von "Trennung im beiderseitigen Einvernehmen" die Rede, so ist von arbeitgeberseitigen Kündigung aus anderen als aus wirtschaftlichen Gründen auszugehen. Darüber hinaus signalisiert ein krummer Austrittstermin immer eine fristlose Kündigung. Beides zusammen lässt auf eine arbeitgeberseitige Kündigung im Streit, vielleicht sogar eine gerichtlich erstrittene Kündigung schließen.

Dank und gute Wünsche

FormulierungBedeutung
Wir danken Herrn ........... für die langjährige gute Zusammenarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gutepositiv
Wir bedauern es außerordentlich, dass Frau ..... unsere Firma verlässtpositiv
Wir würden Frau ....... jederzeit wieder einstellenpositiv
Wir wünschen ihr viel Erfolg für das geplante Studiumpositiv
Ich wünsche Herrn ......... beruflichen Erfolg und persönliches Wohlergehenunklar
Wir danken Frau .......... für die produktive Mitarbeit und wünschen ihr auf dem weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gutepositiv
Wir wünschen Frau .......... für die Zukunft alles Gute und würden uns freuen, wenn sie nach der Weiterbildung wieder an unsere Klinik zurückkehren würdepositiv
Wir wünschen Herrn .......... für den weiteren Lebensweg alles Guteunklar
Für die neue berufliche Herausforderung wünschen wir Herrn ......... viel Erfolgunklar
Unsere besten Wünsche begleiten ihn/sie.negativ
Wir wünschen ihm/ihr für die Zukunft alles nur erdenklich Gute.negativ
Für seine/ihre Mitarbeit bedanken wir uns.negativ
Wir wünschen ihm/ihr für die Zukunft alles Gute, auch Erfolg.negativ
Wir hoffen, daß er/sie seine/ihre Leistungsfähigkeit in einem anderen Unternehmen voll entfalten kann.negativ
Wir wünschen ihm/ihr, dass er künftig viel Erfolg haben wird.negativ
Wenn Dank und gute Wünsche im Zeugnis fehlenevtl. negativ

Kommentar

Ein herzlicher Dank ist meistens auch so gemeint, vorausgestzt, er wird "glatt" formuliert; ist dagegen der übliche Satzbau umgestellt, handelt es sich möglicherweise um eine ironische Formulierung, die ausdrückt, dass man mit dem Mitarbeiter unzufrieden war (z.B. "Für seine Mitarbeit bedanken wir uns" statt "Wir bedanken uns für seine Mitarbeit"). Wird der Dank noch um gute Wünsche ergänzt, so ist das noch besser, weil es ausdrückt, dass der Arbeitnehmer das Unternehmen im Guten verläßt.

Fehlen Dank und gut Wünsche, so ist das eventuell negativ (oder nur ein Versehen). Fehlt aber nur der Dank, während man dem Mitarbeiter "für die Zukunft viel Erfolg" wünscht, so heißt das, dass er in seiner alten Position wenig erfolgreich war. Sehr böse: "Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute, vor allem Gesundheit."

Gerade in diesem Bereich ist die Interpretation der Formeln nicht immer eindeutig: Manche Quellen sehen auch alleinstehende gute Wünsche (ohne zusätzliche Danksagung) als positiv an. Um Mißverständnisse zu vermeiden, sollte man seinen alten Arbeitgeber gegebenenfalls um eine eindeutige Formulierung bitten.

Geheimzeichen

Zeichen     Bedeutung
Häkchen ("Ausrutscher") bei der Unterschrift nach linksDer Arbeitnehmer ist Mitglied einer linksgerichteten Organisation
Häkchen ("Ausrutscher") bei der Unterschrift nach rechtsDer Arbeitnehmer ist Mitglied einer rechtsgerichteten Organisation
Senkrecht verlaufender Strich links von der UnterschriftDer Arbeitnehmer ist Mitglied einer Gewerkschaft
Unterstrichene TelefonnummerSignalisiert, das bei einem Rückruf weitere Details über den Bewerber zu erfahren sind
Ausrufungszeichen, Anführungszeichen und Unterstreichungen im ZeugnistextKönnen mit dem Ziel eingesetzt sein, die wörtliche(n) Aussage(n) in ihr Gegenteil zu verkehren

Kommentar

Mit diesen Geheimzeichen kann der Arbeitgeber Informationen weitergeben, die in einem Arbeitszeugnis nichts zu suchen haben. Problematisch ist darüber hinaus, dass sie nicht geläufig sind und leicht fehlinterpretiert werden können. In jedem Fall sollte man auf ein einwandfreies Erscheinungsbild des Arbeitszeugnisses achten.

Allgemeines

Jeder hat nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses Anrecht auf ein positiv formuliertes Zeugnis, nicht aber auf ein positives Zeugnis! Trotzdem sollte man sich sein Arbeitszeugnis genau ansehen und auf Korrektur unglücklich formulierter oder schlichtweg falscher Passagen bestehen.

Schlampig formulierte Arbeitszeugnisse mit Rechtschreibfehlern, Flecken, umgeknickten Ecken etc. hinterlassen einen schlechten Eindruck bei zukünftigen Arbeitgebern, weil sie zumindest ausdrücken, dass man seinem ehemaligen Chef nicht wichtig genug war, um sich bei der Abfassung des Zeugnisses ein klein wenig Mühe zu geben. Oft werden diese Mängel sogar absichtlich erzeugt, um dem ehemaligen Arbeitgeber zu schaden. Hier sollte man sich keine Steine in den Weg legen lassen und auf ein ebenso einwandfreies Erscheinungsbild bestehen, wie man es auch bei seinen eigenen Bewerbungsschreiben tun sollte!

Bei unterschiedlich interpretierbaren Formulierungen oder möglichen "Geheimzeichen" sollte man auf Klärung drängen. Manche Autoren empfehlen, den Zusatz "Dieses Arbeitszeugnis enthält keinerlei beabsichtige Geheimzeichen." in das Zeugnis aufnehmen zu lassen; es fragt sich aber, ob das potentielle Arbeitgeber nicht erst darauf bringt, dass es bei dem Bewerber versteckt Mängel gibt.

( Ohne Gewähr! )