Am 3.12.2010, kurz vor dem wirklichen Nikolausfest, fand an den Berufsbildenden Schulen Bersenbrück die 24. Auflage des berühmten Nikolausturniers für Lehrer(innen)mannschaften im Volleyball statt. Die Handelslehranstalten (altes Wort für eine kaufmännisch orientierte Berufsschule) aus Lohne waren nach einjähriger Abstinenz wieder mit dabei. Gegenüber dem Vorjahr fehlten hingegen das Studienseminar Osnabrück (schwacher Jahrgang?) sowie die Titelverteidiger der BBS Pottgraben. Die Rote Laterne war also neu zu vergeben, was die Mann- und Frauschaften zusätzlich motiviert haben dürfte.
Die insgesamt 10 Teams wurden zuerst per Los in zwei Vorrundengruppen eingeteilt, in denen sie sich dann im Modus Round-Robin (jeder gegen jeden) aneinander maßen.
| AKS Lohne | Brinkstraße | 15 : 11 | BBZ Westerberg | Lingen | 15 : 8 | |
| Ammerland | CLP Technik | 15 : 4 | HLA Lohne | Bersenbrück | 15 : 3 | |
| Schölerberg | AKS Lohne | 3 : 15 | CLP Museum | BBZ Westerberg | 15 : 7 | |
| Brinkstraße | Ammerland | 11 : 15 | Lingen | HLA Lohne | 3 : 15 | |
| CLP Technik | Schölerberg | 9 : 15 | Bersenbrück | CLP Museum | 8 : 15 | |
| Ammerland | AKS Lohne | 17 : 15 | HLA Lohne | BBZ Westerberg | 15 : 11 | |
| Schölerberg | Brinkstraße | 15 : 3 | CLP Museum | Lingen | 15 : 5 | |
| AKS Lohne | CLP Technik | 11 : 15 | BBZ Westerberg | Bersenbrück | 15 : 13 | |
| Ammerland | Schölerberg | 7 : 15 | HLA Lohne | CLP Museum | 6 : 15 | |
| CLP Technik | Brinkstraße | 10 : 15 | Bersenbrück | Lingen | 15 : 12 |
Wie üblich kamen auch die bewährten Puls'schen Hochleistungstabellen wieder zum Einsatz. Die zentrale Leinwand, auf die der aktuelle Turnierstand und die anstehenden Partien projiziert wurden, war diesmal auf der Haupttribüne aufgestellt, wo sich Spieler wie Zuschauer einen Überblick über das aktuelle Geschehen verschaffen konnten — eine höchst willkommene Neuerung, wie die dichten Menschentrauben vor ihr eindrucksvoll belegten.
Aber auch auf dem Spielfeld gab es einiges zu sehen: Spielfreude und Körperbeherrschung sprunggewaltiger Athlet(inn)en, zielstrebige Angriffszüge und erbitterte Verteidigungsbemühungen sowie gelegentliche slapstickartige Einlagen machten jedes Spiel zu einem Erlebnis für die Zuschauer. Nach stundenlangen schweißtreibenden Kämpfen standen dann schließlich die Endstände der Vorrundengruppen fest.
| 1. | Schölerberg | 6 : 2 | 48 : 34 | 1. | CLP Museum | 8 : 0 | 60 : 26 | |
| 2. | Ammerland | 6 : 2 | 54 : 45 | 2. | HLA Lohne | 6 : 2 | 51 : 32 | |
| 3. | AKS Lohne | 4 : 4 | 56 : 46 | 3. | BBZ Westerberg | 4 : 4 | 48 : 51 | |
| 4. | Brinkstraße | 2 : 6 | 40 : 55 | 4. | Bersenbrück | 2 : 6 | 39 : 57 | |
| 5. | CLP Technik | 2 : 6 | 38 : 56 | 5. | Lingen | 0 : 8 | 28 : 60 |
Vor den Finalspielen wurde wieder eine Zwischenrunde eingeschoben, in der sich die beiden Erstplatzierten jeder Vorrundengruppe über Kreuz duellierten. Wie vor zwei Jahren setzten sich zwei Mannschaften aus derselben Vorrundengruppe durch und die Lohner Handelslehrer bekamen eine zweite Chance gegen die Museumswärter:
| Schölerberg | HLA Lohne | 9 : 15 |
| CLP Museum | Ammerland | 15 : 11 |
Während der anstrengenden Vorrunde hatten die Akteure glücklicherweise immer wieder kleine Wettkampfpausen, in denen sie sich mit Kaffe und Kuchen stärken konnten; manche sollen auch Mineralwasser zu sich genommen haben. Für die Endrunde waren die Mannschaften dann bestens vorbereitet, um in den entscheidenden Finalpartien die Plätze auszuspielen.
| Spiel um Platz 1: | HLA Lohne | CLP Museum | 13 : 15 |
| Spiel um Platz 3: | Ammerland | Schölerberg | 15 : 17 |
| Spiel um Platz 5: | AKS Lohne | BBZ Westerberg | 7 : 15 |
| Spiel um Platz 7: | Brinkstraße | Bersenbrück | 11 : 15 |
| Endspiel um die Rote Laterne: |
CLP Technik | Lingen | 15 : 12 |
Da die Titelverteidiger von der BBS Pottgraben leider gar nicht erst versucht hatten, ihren Titel zu verteidigen, war klar, dass es hier einen neuen Preisträger geben würde.
Im entscheidenden Endkampf setzte sich letztlich die BBS Lingen knapp mit 12 : 15 Punkten gegen einen anderen ehemaligen Titelträger durch und gewann die Rote Laterne mit einer makellos schwarzen Weste.
Zum dritten Mal in Folge belegten die Museumsdörfler souverän den ersten Platz. In dieser Zeit musste die gleichmäßig besetzte, glänzend eingespielte Mannschaft nur eine (knappe) Niederlage hinnehmen (2009 mit 13 : 15 gegen Bersenbrück).
Vielleicht ist das Geheimnis ihres Erfolges aber auch in ihren schicken Trikots zu finden: Soweit der Verfasser zurückzudenken vermag, wurde das Bersenbrücker Nikolausturnier ausschließlich von Mannschaften gewonnen, die ihren Teamgeist durch ein einheitliches Outfit unterstrichen und gestärkt hatten.
Letztes Jahr Viertbeste, diesmal Viertletzte, oder sagen wir lieber: Siebte. Die Chance auf die Rote Laterne wurden erst im letzten Gruppenspiel gegen die BBS Lingen vergeben, die sich letztlich diesen Titel sicherte. In der Finalrunde ging es also für die Gastgeber um nichts mehr, so dass man es sich leisten konnte, die BBS Brinkstraße locker mit 15 : 11 in die Wüste zu schicken (bzw. einen benachbarten Stadtteil... :-).
Fazit: Die Rote Laterne bleibt unerreichbar, nach oben geht aber auch nicht viel mehr. Experten bezeichnen die Mannschaft der BBS Bersenbrück bereits als den "VFL des Schulvolleyballs".
Die drei Erstplatzierten des letzten Jahres haben sich wieder in gleicher Reihenfolge einsortiert, mit dem kleinen Unterschied, dass sich die HLA Lohne, die 2009 nicht dabei war, auf den zweiten Platz dazwischen geschoben hat: Die einjährige Pause scheint den Handelslehrern gut getan zu haben. Zudem dürfte ihre knappe Finalniederlage den anderen Mannschaften Hoffnung machen: Vielleicht geht nächstes Jahr ja doch was gegen das Museumsdorf...
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Bei der anschließenden gemeinsamen Siegesfeier mit Würstchen und Kartoffelsalat (lecker zubereitet von der Fachpraxis der Schule) erhielt jede Mannschaft eine Siegerurkunde mit Mannschaftsfoto im schönen Holzrahmen (besonderer Dank an Hermann Westerkamp!).
Die sagenumwobene Rote Laterne konnte in diesem Jahr leider nur als Foto überreicht werden, da die Titelverteidiger sie bislang nicht zurück gegeben haben und leider auch nicht bereit waren, sie im fairen Kampf zu verteidigen. Wir hoffen, wir müssen nicht noch eine Expedition nach Osnabrück schicken und dort nach unserem POTT GRABEN...
Immerhin konnte wenigstens die Siegermannschaft von der BBS Museumsdorf Cloppenburg einen Pokal in Empfang nehmen, den sie als Vorjahressieger praktischerweise gleich selbst mitgebracht hatte.
Am Ende wurde den Organisatoren für die tolle Vorbereitung und Durchführung gedankt. Die schöne Turnhalle und das tolle Ambiente des Pädagogischen Forums ließ alle Mannschaften versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen. Die BBS Bersenbrück hofft dann auf besonders viele und motivierte Teilnehmer(innen), schließlich handelt es sich um ein Jubiläum: Das Bersenbrücker Nikolausturnier findet 2011 zum 25. Male statt!
sowie vorne:
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