Aus Bersenbrück: Wilhelm Bartels
Sie gingen durch den Dschungel und campierten am Ufer des Ganges. So zumindest kam es Schülern der BBS Bersenbrück und der von-Ravensberg-Schule vor. In einem gemeinsamen Projekt drehten sie einen Live-Krimi, der die Teilnehmer nach Indien versetzte.
Auch wenn der Dschungel das kleine Wäldchen hinter der BBS und der Ganges die Hase war, ihren Zweck erreichte die Kulisse. Die Schüler der Abschlussklasse Erzieherinnen der Fachschule Sozialpädagogik an den BBS und eine achte Klasse der von-Ravensberg-Schule erfuhren viel über das globale Thema Kinderarmut. Im Rollenspiel konnten Konflikte zwischen finanzkräftigen Fabrikbesitzern, arbeitenden Kindern und einer deutschen Touristengruppe direkt und hautnah nachempfunden werden. Das bestätigte auch die 20-jährige angehende Erzieherin Kristin Scheiper aus Berge: "Die Betroffenheit war einfach größer als im normalen Unterricht."
Genau das hatten sich auch die betreuenden Lehrkräfte, Stephan Kaltenstein von den BBS Bersenbrück und Ellen Thörner von der von-Ravensberg-Schule, erhofft. Sie erläutern das Konzept: "Die freizeitorientierten Methoden sind der offenen Jugendarbeit entnommen und nutzen Elemente der Theater-, Medien-, Erlebnis- und Spielpädagogik. Die Teilnehmenden erfahren nicht nur reine Fakten über Globalisierung, sondern entwickeln auch ihre Sozial-, Konflikt- und Problemlösungskompetenz weiter."
Und auch die Medienkompetenz wird gefördert. Davon können sich Interessierte in Kürze über die Homepage der BBS Bersenbrück überzeugen. Denn die frisch erstellte Live-Krimi-DVD wird dort einsehbar sein.